Dr. Olaf Thomsen
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Wälder, Zwerge, Dornenhecken
Die Märchenwelten der Brüder Grimm
Eine Lesung von Dr. Olaf Thomsen

Vor genau 200 Jahren waren die Brüder Grimm mit der Herausgabe der „Kinder- und Hausmärchen” befasst – sie gehören bis heute zu den Weltbestsellern.

Märchen-Fans aus aller Welt pilgern heute nach Hessen zum Frau-Holle-Teich, zur Sababurg, wo sie das originale Dornröschen-Schloss vermuten, oder in den Kellerwald, wo Schneewittchen mit den sieben Zwergen gelebt haben soll. Auch für die Zwerge scheint es reale historische Vorbilder gegeben zu haben.

Sind unsere Märchen tatsächlich „urdeutsch”? Sie haben einen überraschenden Weg bis zu den Brüdern Grimm genommen: von alten italienischen Sammlungen ("Aschenputtel", "Rapunzel", "Der gestiefelte Kater") über französische Quellen ("Rotkäppchen", "Frau Holle") und direkte Kontakte zu Märchen-Erzählerinnen wie Dorothea Viehmann.

Schon in Papyri der alten Ägypter finden wir Motive von Märchen, auch in Schriften des antiken Griechenland und Rom. Die „Märchen aus 1001 Nacht” führen uns in die Welt des sagenhaften Bagdad – und belegen die Durchmischung von östlicher und westlicher Kultur in der Folge der Kreuzzüge.
Diese höchst interessanten Märchen-Wege beschreibt Dr. Thomsen in seiner Lesung: aus Ägypten und dem fernen Orient, aus Griechenland und Rom, aus Italien und Frankreich und von historischen Vorbildern mitten in Deutschland.

Dr. Olaf Thomsen ist freier Autor. Schwerpunkt seiner zahlreichen Arbeiten ist die Kulturgeschichte.