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Haben Handy und Internet, SMS, Chat und Zeitnot den Liebesbrief heute überflüssig gemacht? Waren die antiken Ergüsse von Ovid und Seneca romantischer, als wir es heute sind, oder die mittelalterlichen Liebesgesänge der Troubadours, die Leidenschaften Goethes und Frau von Stein, die Hingegossenheit Napoleons an Josephine?
In seiner Lesung von Liebesbriefen lässt Dr. Olaf Thomsen die Verfasserinnen und Verfasser der mehr oder weniger geheimen Botschaften aus zweieinhalb Jahrtausenden zu Wort kommen.
Darüber hinaus präsentiert die Lesung Liebesbriefe als kulturhistorische Dokumente: als Abbilder ihrer Zeit und der Art, sich gekünstelt oder sehr direkt mitzuteilen, dem anderen betont intime Zeilen anzuvertrauen oder durchaus die Öffentlichkeit zu kalkulieren bis hin zu Anleitungen für das Schreiben von (Liebes-)Briefen aus verschiedenen Jahrhunderten.
Dr. phil. Olaf Thomsen
geboren 1960 in Greifswald, arbeitet als freier Redakteur für Buchverlage, Presse, Hörfunk und Fernsehen sowie für private Auftraggeber. Schwerpunkt seiner zahlreichen Arbeiten sind (Lebens-)Kultur, Kulturgeschichte und Philosophie.
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