Dr. Olaf Thomsen
← Zurück

Olaf Thomsen

Lebensader Überlandbahn
100 Jahre Straßenbahn im Raum Halle-Merseburg

1. Auflage November 2004
Herausgeber: Hallesche Verkehrs-AG
Verlag: Engelsdorfer Verlag
ISBN: 3-938288-83-3



„Lebensader Überlandbahn” ist als gebundene Ausgabe (92 Seiten, 133 farbige Abbildungen) für 19,90 Euro im Buchhandel (Engelsdorfer Verlag; ISBN 3-938288-83-3) erhältlich.

Aus dem Geleitwort:

Die Überlandbahn mit ihrer wechselvollen Geschichte über ein Jahrhundert ist untrennbar verbunden mit dem Leben von Hunderttausenden Menschen, die hier wohnen und arbeiten, Familien gründen, ins Theater oder ins Grüne fahren. Dadurch ist sie eine echte Lebensader und eine lebendige Erinnerung wert. Die Hallesche Verkehrs-AG beglückwünsche ich zu der Idee dieses Buches.

Dr. Karl-Heinz Daehre
Minister für Bau und Verkehr
des Landes Sachsen-Anhalt


Aus dem Vorwort:

Dieses Buch ist selten und wichtig. In fast allen anderen Publikationen zu diesem Thema werden vor allem Technik, Wagenpark, Chronik und die Verkehrsgeschichte im Sinne der Strecken- und Linienentwicklung geschildert. Es ist ein interessanter Ansatz, die Historie des Nahverkehrs von der Seite der Menschen zu schildern. Dadurch wird zugleich ein breiter Kreis von Lesern angesprochen, die durch vergleichbare Arbeiten bisher nicht erreicht worden sind. Dies ist umso wichtiger, weil heute, in einem stark versachlichten und komplexen Betrieb die Menschen oft gar nicht mehr wahrgenommen werden? und sie sich dann auch nicht wahrgenommen fühlen. Sie wären ohne solche Bücher in fünfzig Jahren vollkommen vergessen.

Die Überlandbahnen entwickelten sich schnell zu Lebensadern in der Region um Halle und Merseburg. Sie verbanden und verbinden viele Tausend Menschen mit ihren Arbeitsstätten in den Braunkohlegruben im Geiseltal oder den großen Chemiewerken Buna und Leuna, mit den Ortschaften und ihren Betrieben.
Sie waren und sind vor allem der tägliche Weg zum Lebensunterhalt – und auch eine Geschichte von Generationen, die sich sozusagen den Staffelstab der Familientradion weitergegeben haben: Großvater im Depot oder als Fahrer, Fahrdienstleiter, Kontrolleur, Vater als Fahrer, Tochter und Sohn bzw. Enkelin oder Enkel als Schaffner. Und die Mädchen fanden später genauso den Weg in die Fahrerkabine wie die Jungen.

Es ist erstaunlich, mit wie viel Wissen über ein Jahrhundert Geschichte der Überlandbahnen die damaligen oder noch tätigen Mitarbeiter von „ihrer” Bahn berichten. Diese Kenntnis weit über den Horizont ihrer unmittelbaren Arbeit hinaus ist ein sicheres Indiz für die Zuneigung, der sich die Bahn bis heute sicher sein kann.

Die Braunkohle und die Industrie haben vor einem Jahrhundert die Überlandbahn als eines der umfänglichsten Streckennetze Europas möglich gemacht. Auf der anderen Seite führte die Schließung von Braunkohlegruben oft zur Stilllegung ganzer Streckenabschnitte. Viele Ortschaften, einstmals Haltestellen, sind heute verschwunden. Auch davon ist in diesem Buch die Rede.

Egbert Kluge
Hauptabteilungsleiter Verkehr und Marketing
Hallesche Verkehrs-AG



Inhaltsverzeichnis ansehen
Bewertungen ansehen